Arbeitsgänge

Im Sägewerk Steurer werden verschiedene Holzarten eingeschnitten. Großteils handelt es sich dabei um heimisches Fichten und Tannen-Rundholz. Weiters wird auch Lärchen-, Buchen-, Ahorn-, Eschen u. Eichen-Rundholz verarbeitet.

Der Großteil des Holzes kommt aus einem Umkreis von etwa 250 km um das Sägewerk.

Aus dem Rundholz werden kundenbezogen Kanthölzer, Latten, Dielen und Bretter eingeschnitten. Der Vorschnitt wird auf dem Vollgatter (Massenware) oder auf der Blockbandsäge (Qualitätsware) gemacht. Die Model werden anschließend auf der Nachschnittkreissägenanlage zu Kantholz, Brettern oder Latten retourgeschnitten.

Danach wird das Schnittholz nach Längen und Qualität sortiert. Qualitätsmerkmale können die Farbe des Holzes (Farbfehler durch Wurm- oder Käferbefall), die Anzahl und Größe der Äste, Abstand der Jahresringe, ... sein. Wenn das Schnittholz getrocknet werden muss, werden noch Latten eingelegt um das Holz anschließend in den Trockenkammern zu trocknen.

Rundholzplatz

Wurzelreduziermaschine

Entrindungsmaschine

Rundholz-Vermessung

Rundholz-Kappung (stirnseitig)

Rundholz-Sortierung

  • nach Qualität (A, B, C, C+)
  • nach Zopfdurchmesser (18 - 85 cm)
  • nach Längen (2,5 - 11,0 m)
  • nach Holzart (Fi/Ta/Lä/Ei/Bu/Ah/Es/Zi/...)

Blockbandsäge

Hier wird das stärkere Rundholz (MDM 40 – 80 cm) auftragsbezogen nach Kundenwunsch gesägt (z. B. Bauholz n. Liste/ Kanthölzer/ Dielen/ Klotzbretter). Es können 3,0 – 13,0 m lange Bäume und solche mit bis zu 1,20 m Durchmesser zersägt werden. Für die wöchentliche Wartung der Blockbandsägenanlage benötigt man cirka 4,5 bis 5 Stunden.

Wenn das Blockbandsägeblatt nicht mehr gut schneidet, muss es geschliffen werden. Der normale Blattwechsel erfolgt alle 4 Stunden.

Hauptwarensortierer

Dieser sortiert mit Hilfe eines Vakuumhebegerätes die vorgeschnittenen Mödel nach Stärken und Qualität oder macht aus den fertiggeschnittenen Kanthölzern und Klotzbrettern fertige Pakete für den Versand.

 

Gatterist

Das schwächere Rundholz und Masseneinschnitte werden am Gatter vorgeschnitten und fallweise auch retourgeschnitten. Beim Gatter hat man pro Einhang mehrere Blätter im Einsatz. Das bedeutet, dass man pro Schnitt mehrere Model und/oder Bretter hat.

 

Nachschnittkreissägenanlage

Auf der Nachschnittkreissägenanlage werden die Model, welche am Gatter oder auf der Blockbandsäge vorgeschnitten wurden, zu Bretter (125/29 ..), Kantholz (120/60 ...), Latten (40/60, 30/50 ...) „zurückgeschnitten“.

 

Schleifer

Es wird nass und trocken geschliffen. Ein Sägeblatt einer Bandsäge hat 313 Zähne. Weiters werden noch Gattersägen und Kreissägeblätter geschliffen.

 

Sortier- und Stapelanlage

Bretter, die getrocknet werden müssen, werden vor der Trocknung gestapelt. Wenn sie getrocknet sind, werden sie wieder entstapelt und frachtbereit gemacht.

Staplerfahrer

Ein Stapelfahrer muss die gesägten Bretter, welche aufgestapelt wurden, ins Zwischenlager stellen und sie auch wieder holen, wenn sie zur Trocknung oder zur Abholung durch LKW’s benötigt werden.

Holztrocknung

Weiters werden die Trockenkammern mit Staplern beschickt und die gestapelten Pakete werden in die Trockenkammer gegeben. Die Holzfeuchte an den Brettern/Kanthölzern wird gemessen und an der feuchtesten Stelle wird eine Sonde geschlagen. An diese Sonde wird ein Kabel angehängt, welches dann die laufenden Holzfeuchten in den Technikraum, in dem die Trocknung computerüberwacht wird, weitergibt.

Insgesamt werden 7 Trockenkammern betrieben:

  • 2 kleine Trockenkammern – Füllmenge je 8 Pakete (1,2 m x 1,2 m x 4-5 m)
  • 3 mittlere Trockenkammern – Füllmenge je 24 Pakete
  • 2 große Trockenkammern mit je 48 Pakete

Die Wärme für die Holztrocknung wird in der eigenen Biomasseheizanlage produziert. Das Heizmaterial besteht aus Hackgut (=Hackschnitzel), Sägespänen, Reduzierspänen und Kappholz, welches eingehackt wird.

 

Werkstatt

Kleine Reparaturen und Verbesserungsarbeiten werden in der eigenen Werkstatt gemacht.